Berufliches Schulzentrum
Neuendettelsau

Demenzschulung der BFSSo11

Hier wird die eingschränkte Wahrnehmung simuliert.
Ein Rollenspiel: Betreuung Demenzkranker beim Frühstück

Wir, die Klasse 11 der Berufsfachschule für Sozialpflege, hatten die Möglichkeit, uns mit unseren Praxislehrkräften im Bezzelheim, einem Alten- und Pflegeheim in Neuendettelsau, zusammenzufinden, um an der Schulung "Umgang mit dementiell veränderten Bewohnern" teilzunehmen.

Frau Gillich, Fachkraft für Gerontopsychiatrie, erklärte uns, dass sich Demenz in verschiedenen Stadien entwickelt. Das Verhalten der betroffenen Menschen ist eine "Rückwärtsentwicklung", also vom Erwachsenen zum Säugling. Entsprechend einfühlsam muss die Betreuung und Pflege darauf abgestimmt sein.

Aber nicht nur die Theorie stand an diesem Tag im Mittelpunkt: Frau Gillich baute auch bewusst praktische Erfahrungen in Form von Rollenspielen mit ein, damit wir Schüler/innen uns besser in die Lage und das Befinden der dementiell erkrankten Personen versetzen können.

Mit besonderen Brillen, die unsere Sehfähigkeit beeinträchtigten, sollten wir nachempfinden, wie unsicher sich ein Mensch fühlt. Einen mit buntem Geschirr gedeckten Tisch konnten wir als solchen kaum erkennen. Wir konnten nur bunte, undefinierbare Flecken wahrnehmen. Anhand dieses Versuchs wurde uns klar, wie wichtig ein kontrastreich gedeckter Tisch ist.

Im Anschluss durften wir Schüler in weiteren Rollenspielen drei Varianten der Betreuung dementiell erkrankter Bewohner am Frühstückstisch erleben. Nach diesen Rollenspielen war jedem Schüler klar, wie wichtig es ist, die Würde der ihnen anvertrauten Bewohner zu wahren.

Die Zahl der dementiell veränderten Bewohner steigt und ihre Behandlung und Pflege stellt Fachkräfte vor besondere Herausforderungen. Frau Gillich hat uns Schülern auf eine sehr würdevolle und einfühlsame Art und Weise gezeigt, wie man den täglichen Umgang mit dementiell veränderten Bewohnern meistern sollte.

Diana Tilinin, Benjamin Sheppard

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